Festsitzende Zahnspangen

Wie wirken die festzitzende Zahnspangen…?

Die festsitzende Zahnspange unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von der abnehmbaren.

 

Die biologische Grundlage der Behandlung bildet die Tatsache, dass auf der einen Seite des bewegten Zahnes Knochenabbau, auf der anderen Seite Knochenaufbau stattfindet. Diese Vorgänge müssen natürlich im Gleichgewicht bleiben.

 

Dazu ist es notwendig, dass die Zahnspange fix auf die zu bewegenden Zähne angepasst wird, und die Zähne nur durch exakt eingestellte, biologische Kräfte bewegt werden (20-80 Gramm).

Aus diesem Grund würde die erwünschte Wirkung erst nach sehr langer Zeit eintreten. Da die festsitzende Zahnspange auf die Zähne geklebt wird, kann sich die Wirkung schon nach 24 Stunden einstellen. Daraus folgt, dass die ganze Behandlungsdauer auf 1-2 Jahre verkürzt werden kann.

Die Bewegung der Zähne auch nach Abschluss des Wachstums ausführbar ist, daher kann die festsitzende Zahnspange auch im Erwachsenenalter angewandt werden und in manchen Fällen – wenn z.B. aufgrund von Zahnbettabbau abgewanderte Zähne “zurückgeholt” werden müssen, oder vor der Fertigung von Kronen und Brücken – wird das sogar regelrecht empfohlen.

Bei passender Behandlung und optimaler Zusammenarbeit mit dem Kind kann es vorkommen, dass später Abweichungen auftreten, deren Ursprünge dann aber nicht im Kiefer sondern im Zahnbogen zu suchen sind. Da sowohl die Maße des Kiefers als auch die Größe der Zähne vererbt werden, kann es sein, dass man von einem Elternteil die Größe des Kiefers, vom anderen die der Zähne erbt.

Wenn diese nicht in einem optimalen Verhältnis zueinander stehen, kann eine Abweichung der Zahnbögen auftreten. Es können noch aufgrund des zu frühen Verlustes der Milchzähne andere Schwierigkeiten hinzukommen. Die Konsequenz ist dann meistens ein Zahn-, und Zahnbogenengstand, welcher gewöhnlicher weise durch eine sogenannte festsitzende Zahnspange behoben werden kann.